Mondkalender öffnen     Kalender öffnen
Info Inhalt:

INFORMATIONEN ZUM INTERAKTIVEN MOND- und PLANETENKALENDER

     
     
  • Mondphase
    (zunehmend-abnehmend)
 
  • Mondbahnhöhe
    (obsigend-nidsigend)
 
  • Distanz zur Erde
    (Mond/Sonne/Planeten)
 
  • Auf- / Untergangszeiten
    (Mond/Sonne/Planeten)
 
  • Position am Himmel
    (Mond/Sonne/Planeten)
 
  • Tierkreiszeichen
    (Tropischer Zodiak)
 
  • Sternbilder
Mondkalender öffnen
Mondkalender öffnen
Mondkalender öffnen
Mondkalender öffnen
Mondkalender öffnen
Mondkalender öffnen
Neu: Binden Sie den Mondkalender auf Ihrer Webseite ein.

Animierte Informationsgrafiken zur Erläuterung der Entstehung der Mondphase und der Veränderung der Mondlaufbahn.

Echtzeit Animationen und tabellarische Daten. Simulation in Zukunft und Vergangenheit auch mit Zeitraffer.

Der Mond- und Planetenkalender eignet sich aufgrund der interaktiven Visualisierung der Vorgänge im Sonnensystem auch für Schule und Ausbildung.

Der Mondkalender benötigt das Flash Plugin Version 7 oder höher.

 

Für Garten, Mensch und Tier: Dieser Mondkalender eignet sich besonders für Personen, welche nach dem Mond pflanzen und leben wollen. Hier haben Sie die Möglichkeit, nicht nur die Mondphase zu berücksichtigen sondern auch – wie früher sehr verbreitet und mit obsigend und nidsigend bezeichnet – die Veränderung der Mondbahn.

Und natürlich für alle die den Mond und die Gestirne gerne beobachten und mehr darüber wissen wollen.

Von 1998 bis 2020 kann das Datum und die Zeit auf Minuten genau eingestellt werden. Gültigkeit auf der ganzen Welt.


Mondkalender by cybervisuals.ch

 

 

 

Bedienungshilfe / Manual

  zurück

 

Seitenauswahl

  zurück

 

 

Erklärung der einzelnen Darstellungen

  zurück

 

 

Anzeigeoptionen

  zurück

In mehreren Darstellungen haben Sie die Möglichkeit verschiedene Anzeigeoptionen auszuwählen. Klicken Sie auf das Anzeigeoptionenfeld und wählen Sie anschliessend eine Option durch klicken:

 

Erklärungen zu den Anzeige-Optionen:

Zeit Zeitdifferenz   Differenz zwischen dem eingestellten Datum (blau) und dem Datum des Ereignisses.
       
Höhe Höhe über Horizont topozentrisch (Beobachtungsort) Angaben in Grad [-90°..90°]
+90° = Zenit ("Punkt über dem Kopf")
positiv = über dem Horizont
0° = am Horizont (nivelliert)
negativ = unter dem Horizont
-90° = Nadir ("Punkt senkrecht unten")
       
Richtung Himmelsrichtung (Kompass) topozentrisch (Beobachtungsort) Angaben in Grad [0..360]
0° = Norden
90° = Osten
180° = Süden
270° = Westen
       
Entfernung Distanz zwischen Himmelskörper und Erde geozentrisch (Erdmittelpunkt) Für den Mond wird die Distanz in Kilometer (km) und für die anderen Himmelskörper in astronomischen Einheiten (AU) angegeben. de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_Einheit
       
Sternbild reale Sternbilder am Himmel geozentrisch (Erdmittelpunkt)

Aufteilung: unregelmässig, Sternbildgrenzen nach Definition IAU. 13 Sternbilder (die 12 bekannten + Schlangenträger; der Schlangenträger kann auch zum Sternbild Skorpion gezählt werden)
Massgebend ist die ekliptikale Länge (Projektion auf die Ekliptikebene).

Weitere Erklärung und Definition siehe: de.wikipedia.org/wiki/Zodiak

       
Tierkreis Tierkreiszeichen der westlichen Astrologie
(tropischer Zodiak)
geozentrisch (Erdmittelpunkt)

Nullpunkt (0 Grad Widder): Wenn Sonne im Frühlingspunkt (Tag/Nacht-Gleiche im März)
Aufteilung: regelmässig in 30 Grad Sektoren ergibt 12 Abschnitte pro Jahr.
Berechnung: tropischer Zodiak, Position von Sonne/Erde ist bestimmend, nicht der (Fix)Sternhimmel.
Massgebend ist die ekliptikale Länge (Projektion auf die Ekliptikebene).

Praktisch alle Angaben in astrologischen Horoskopen und Presse/TV beziehen sich auf diese Berechnungs-Definition (tropischer Zodiak).
Weitere Erklärung und Definition siehe: de.wikipedia.org/wiki/Tierkreiszeichen

 Zur Genauigkeit der Angaben siehe auch Kapitel Berechnung.

 
 

Das Zeitschaltfeld

  zurück

 

Das Zeitschaltfeld legt das grundlegende Datum und die Zeit für alle Anzeigen im Mondkalender fest. Dieses kann beliebig zwischen dem 1.1.1998 und dem 31.12.2020 in Minuten Schritten eingestellt werden. Die Sekunden werden nur im Modus "Aktuelle Uhrzeit – jetzt" angezeigt.

 

Format: Wochentag  Tag. Monat. Jahr  Stunden:Minuten:Sekunden  Zeittyp

 

 

 

Es werden das aktuelle Datum und die laufende Uhrzeit Ihres Computers angezeigt.
Die Analoguhr auf diesem Knopf zeigt immer die laufende Zeit, auch im Modus "stop".

 

Die Zeit ist angehalten und der Mondkalender zeigt die entsprechenden Grafiken zum angezeigten Datum und der Uhrzeit.

In dieser Stellung wird die Zeit pro Animationsschritt um 12 Stunden vorwärts gestellt. Diese Funktion ist besonders gedacht für die Seiten "Info Animation".

 

 

Beobachtungsort

  zurück

Unten am Zeitschaltfeld wird der Beobachtungsort angezeigt:

Neuen Beobachtungsort wählen :

Die Suche nach dem neuen Ort erfolgt in der freien Datenbank von www.geonames.org .

Falls 0 Einträge gefunden werden, ändern Sie die Schreibweise und klicken nochmals auf den Knopf "suchen". Geben Sie allenfalls einen Ort in der Nähe ein.

Falls für längere Zeit die Meldung "Suche läuft..." erscheint, aber keine Vorschläge gemacht werden, ist der Server von Geonames nicht erreichbar. Schliessen Sie das Fenster und versuchen Sie es später noch einmal.
Sie haben in diesem Fall auch die Möglichkeit, die Koordinaten von Hand einzugeben. Klicken Sie dazu auf den Knopf "manuell".

 

Orts Info


Beispielbild: Klicken Sie auf das Bild um den aktuellen Kalender zu öffnen.

Unter "Orts Info" finden Sie die genauen Angaben zu Ihrem Beobachtungsort. Für die astronomischen Berechnungen sind nur die Werte der Koordinaten (geographische Breite / geographische Länge) wichtig. Der Ortsname und das Land haben keinen Einfluss auf die Berechnung.

Manuelle Eingabe:

Erklärung zu den verwendeten Koordinaten:

Es werden WGS84 Koordinaten in Dezimalgrad (mit Kommastellen) verwendet:

geografische Länge [-180°, 180°] positiv = Ost negativ = West 0° = Nullmeridian durch Greenwich (GB)
         

geografische Breite

[-90°, 90°] positiv = Nord negativ = Süd 0° = Aequator
90° = Nordpol
-90° = Südpol

Sie können die Koordinaten bequem mittels Karte ermitteln (öffnen Sie hier unsere Kartenseite).

Ebenso ist es natürlich möglich, die Koordinaten eines Navigationsgerätes mit GPS zu verwenden.

Information zu WGS84 bei Wikipedia: World Geodetic System 1984

 

 

Zeit Info: UTC – LOC (lokale Zeit)

  zurück


Im Mondkalender haben sie die Möglichkeit, das Datum und die Zeit in UTC oder in ihrer lokalen Zeitzone anzuzeigen (siehe auch Kapitel: Das Zeitschaltfeld). Bei jedem Datum wird die aktuelle Einstellung mit 'UTC' oder 'LOC' gekennzeichnet.

Den Unterschied zwischen ihrer lokalen Zeit und UTC sehen sie rechts der Zeitanzeige. Es wird die Umrechnungsformel angezeigt (z.B für Europa im Sommer: LOC = UTC +02:00). Die Differenz ist inklusive allfällige Sommerzeit.
Das Format ist: +/- Stunden:Minuten
  

ZEIT-UMRECHNUNG

Auf der Seite 'Zeit Info' im Mondkalender erhalten sie detaillierte Informationen zu ihrer Zeitzonen Einstellung. Hier sehen sie auch, ob für ein beliebiges Datum Sommerzeit gilt. Die Zeitdifferenz wird getrennt für die Zeitzone und die Sommerzeit ausgewiesen.
 

Beispielbild: Klicken Sie auf das Bild um den aktuellen Kalender zu öffnen.
 

SOMMERZEIT MEZ/MESZ (mitteleuropäische Zone)

An welchem Datum die Sommerzeitumstellung in der Schweiz und der EU erfolgt, können Sie ebenfalls dem Mondkalender unter dem Menu: "Zeit Info" entnehmen. Sie erfahren dort auch, ob die Uhren jeweils um eine Stunde vorwärts oder zurück gestellt werden müssen.

 

Link: Wikipedia zum Thema Zeit und UTC de.wikipedia.org/wiki/UTC

 

Genauigkeit / Berechnung / Gültigkeit der Angaben (weltweit / lokal)

  zurück

Gültigkeit der Angaben (weltweit / lokal)

Astronomische Berechnungen kann man aus verschiedenen Perspektiven machen. Je nachdem sind die Angaben weltweit gültig oder stimmen nur für einen bestimmten Beobachtungsort. Folgende Zusammenstellung gibt Ihnen einen Überblick:

  • Mondphase (zunehmend-abnehmend)
  • Distanz zwischen Himmelskörpern
  • Sternbilder/Tierkreiszeichen
vom Erdmittelpunkt aus
(geozentrische Sicht)
Angaben sind weltweit gültig
     
  • Bahnhöhe relativ (obsigend-nidsigend)
vom Erdmittelpunkt aus
(geozentrische Sicht)
Angaben sind welteit gültig, jedoch kehren sich obsigend/nidsigend, tiefster/höchster Stand um, je nach Position auf Nord/Südhalbkugel (genaueres hier)
 
  • Auf- / Untergangszeiten
  • Höhe über Horizont (absolut)
  • Himmelsrichtung
von der Erdoberfläche
(topozentrische Sicht)
Angaben gelten für den Beobachtungsort

 

Verwendete Algorithmen

Die speziellen Berechnungen für die Anzeige im Mond- und Planetenkalender wurden von cybervisuals.ch entwickelt.

Die astronomischen Berechnungen der grundlegenden Positionen der Himmelskörper basieren auf Algorithmen von Jean Meeus und Paul Schlyter. Die entsprechenden JavaScript Funktionen wurden von Peter Hayes und Ole Nielson unter der GNU GPL veröffentlicht und wurden in diesem Tool unverändert als Flash ActionScript verwendet.

Das folgende Textfile enthält den Flash ActionScript der grundlegenden Astro Funktionen. Der Code ist identisch mit Javascript:

http://www.cybervisuals.ch/astro/algorithms/astro_algorithms.txt (Flash ActionScript Astro Funktionen Text, UTF-8)

 

Genauigkeit

Die Angaben zur Mondphase, der Bahnhöhe und der Entfernung sind Minuten genau. Sie stammen aus präzise voraus berechneten Tabellen (Ephemeriden).

Die Angaben zur Auf- und Untergangszeit, Höhe, Richtung, Tierkreiszeichen werden in Echzeit berechnet (siehe oben: Verwendete Algorithmen). Sie sind im Prinzip ebenfalls Minuten genau (Grad genau). Jedoch gilt hier generell eine digitale Rundungsdifferenz von +/- 1 Minute (resp. +/- 1 Grad). Ebenso kann es in einigen Fällen zu einer Ungenauigkeit von einigen Minuten (resp. Grad) kommen.

Zeitliche vs. Winkelgenauigkeit: Während die Winkelgenauigkeit konstant angegeben werden kann, kommt es in zeitlicher Hinsicht zu verschiedenen Ungenauigkeiten. Während der Übergang von einem Sternbild (auch Tierkreiszeichen) ins andere bei der Sonne auf einige Minuten genau stimmt, kann es z.B. beim sehr langsam laufenden Planeten Neptun zu einigen Tagen Differenz kommen (Umlaufzeit Neptun: ca. 165 Jahre; Er verweilt über ein Jahrzehnt im gleichen Tierkreiszeichen/Sternbild).

 
 

Systemanforderungen

  zurück

 

Der Mondkalender benötigt das Flash Plugin Version 7 oder höher.

Für die Fullscreen Darstellung benötigen Sie Flash Plugin Version 9 oder höher.

Der Mondkalender läuft in jedem Internetbrowser mit entsprechend installiertem Flash Plugin.

 

 

 

Astronomische Erklärungen

  zurück

 

Astronomische Erklärung:
Mondphase (zunehmend/abnehmend, Neumond/Vollmond)

  zurück

 

Die Mondphase (Neumond-Vollmond-Neumond) ist Ausdruck des Winkels zwischen Sonne und Mond von der Erde aus betrachtet. Befindet sich der Mond in gleicher Richtung wie die Sonne ist Neumond (Winkel 0 Grad, Konjunktion). Liegt der Mond in umgekehrter Richtung ist Vollmond (Winkel 180 Grad, Opposition). Die Zeit zwischen Neumond und Vollmond wird mit zunehmend bezeichnet. Zwischen Vollmond und Neumond ist sie abnehmend.
Die Länge des Zyklus Neumond-Neumond variiert etwas und dauert durchschnittlich 29.5 Tage.
Die Mondphase ist für alle Beobachtungsstandorte die Gleiche. Der Vollmond findet für alle Orte gleichzeitig statt (die Uhren zeigen je nach Zeitzone ein andere Zeit).

Auf- und Untergangszeiten sind mit der Mondphase verbunden.
Für die Beobachtung des Mondes bedeutet das folgendes: Bei Neumond können wir ihn nicht wahrnehmen, da er in gleicher Richtung steht wie die Sonne. Er zeigt uns nur seine Schattenseite und wir werden vom Sonnenlicht stark geblendet. Eine Ausnahme ist die Sonnenfinsternis, da steht er genau vor der Sonne. Bei Neumond geht der Mond auch zur gleichen Zeit auf und unter wie die Sonne. Danach ist er zunehmend, und der Winkel zwischen Sonne und Mond wird langsam grösser und vorallem: der Mond verspätet sich, jeden Tag um knapp eine Stunde. Am Vollmond beträgt seine Verspätung dann gerade 12 Stunden. D.h. er hat seine Kulmination um Mitternacht und wir sehen ihn bestens, ausser das Wetter ist schlecht.

Weitere Informationen dazu im Kapitel:  Definition: Wann genau ist Vollmond?
 

Astronomische Erklärung:
Mondbahnhöhe / Mondstand / Sonnenstand
(obsigend/nidsigend, tiefster Stand / höchster Stand)

  zurück

 

Sprachliche Bemerkung:
Die Begriffe obsigend und nidsigend werden in der schweizerdeutschen Sprache verwendet. Es gibt jedoch keine einheitliche Schreibweise. Folgende synonyme Schreibweisen sind mir bekannt:

obsigend = obsigent = obsigehnd
nidsigend = nidsigent = nidsigehnd

Dabei bedeutet "obsi" hinauf und "nidsi" hinab. So kann man die Begriffe mit hinauf-gehend und hinab-gehend übersetzen.

Achtung: Häufig werden diese Begriffe inhaltlich mit dem Zu- und Abnehmen der Mondphasen verwechselt. Sie beziehen sich aber auf die Höhe der Mondbahn und deren Veränderung. Sie sagen uns wie hoch wir den Mond über Horizont sehen können. Dies wird im folgenden beschrieben.

Astronomische Erklärung:
Wenn wir von der Erde aus schauen, zieht der Mond eine Bahn am Himmel ganz ähnlich wie die Sonne. Er geht im Osten auf, erreicht seinen Höhepunkt (Kulmination) im Süden und geht dann im Westen wieder unter.
Wie die Sonne im Sommer resp. im Winter, zieht auch der Mond manchmal höhere und dann wieder tiefere Bögen am Himmel.
Wird die Mondbahn allmählich höher, ist der Mond obsigend. Sinkt die Höhe am Kulminationspunkt, ist der Mond nidsigend.
Der Zyklus von tiefstem zu tiefstem Stand variiert etwas und beträgt durchschnittlich 27.3 Tage (ca. 1 Monat).

Wir können auch bei der Sonne von obsigend und nidsigend sprechen. Dieser Zyklus dauert durchschnittlich 365.25 Tage (1 Jahr). Ungefähr am 21. Dezember hat sie ihre tiefste Bahn und ist dann obsigend bis sie ungefähr am 21. Juni ihre höchste Bahn zieht und dann wieder bis gegen Ende Dezember nidsigend ist.

Obsigend und nidsigend – vor allem die Bezeichnung auf- und absteigender Mond – dürfen nicht verwechselt werden mit den auf- und absteigenden Mondknoten.
Obsigend und nidsigend haben ebenfalls nichts direktes zu tun mit der Schräglage des Mondes (manchmal zeigen die 'Zipfel' des Monde nach oben oder nach unten). In diesem Mondkalender wird die Schräglage nicht dargestellt.

Die Höhe der Mond- oder Sonnenbahn ist abhängig von der geographischen Breite des Beobachtungsstandortes (Position zwischen Nord- und Südpol).
Auf der Südhalbkugel kehrt sich die Richtung um: Ist der Mond auf der Nordhalbkugel nidsigend, ist er im südlichen Teil obsigend.
Ebenso gilt: höchster Stand Nordhalbkugel = tiefster Stand Südhalbkugel (und umgekehrt).
Der höchste Punkt über Horizont ist Richtung Norden. In der Nähe des Aequators ist es je nach Jahreszeit verschieden. Auch nahe dem Nord- und dem Südpol gelten besondere Regeln je nach Jahreszeit.

Dass sich Sonnen- und Mondbahn aus irdischer Sicht verändern, ist eine Folge des Winkels der Erdachse (Achse der täglichen Rotation) zur Ekliptik (Bahn der Erde um die Sonne) und zur Mondbahn. Die Erdachse steht nicht orthogonal (allseitig rechtwinklig) zur Ekliptik sondern mit einer Neigung von 23.45 Grad. Die Mondbahn ist fast parallel zur Ekliptik, deshalb erscheinen Mond und Sonne auf ähnlichen Bahnen. Dieser Winkel beträgt 5.15 Grad.
Deshalb beträgt der Winkel zwischen dem tiefsten und dem höchsten Kulminationspunkt der Sonne 46.9 Grad. Der Kulminationspunkt wandert als in einem halben Jahr um diesen Winkel und wieder zurück. Dies gilt für alle Standorte der Welt.
Prinzipiell wandern auch die Kulminationspunkte des Mondes um diesen Winkel. Aber es kommen je nach Lage der Mondbahn zur Ekliptik bis zu 10.3 Grad hinzu. Maximal wandert der Kulminationspunkt des Mondes also 57.2 Grad hin und zurück in einem knappen Monat. Dies gilt für alle Standorte der Welt.
Während die Differenz (57.2 Grad) überall gleich bleibt, ist der absolute Winkel der maximalen und der minimalen Höhe durch die geografische Breite des Beobachtungsstandortes gegeben. Die Mitte des Intervalls liegt bei: 90 Grad minus Breitengrad.

Ein weitere Folge der Schiefe der Erdachse sind verschiedene Tageslängen. Im obsigend werden die Tage länger, im nidsigend kürzer. Dasselbe gilt analog für den Mond. Er befindet sich am längsten über Horizont, wenn er seine höchste Lage erreicht. Dies beschreibt die relative Tageslänge. Die absolute Tageslänge hängt von der geographischen Breite ab.
Ebenso ändert sich die Himmelsrichtung des Auf- und Untergangs. Im obsigend verschieben sich sich nordwärts, im nidsigend südwärts (auf der Südhalbkugel umgekehrt). Bei Tag-Nacht-Gleiche ist der Aufgang genau im Osten und der Untergang im Westen. Dies gilt auf der ganzen Welt.

Link:
Neuerdings (seit 2006) gibt es auch einen lesenswerten Wikipedia-Artikel zum Thema obsigend/nidsigend.

 
 

Astronomische Erklärung:
Distanz zur Erde

  zurück

 

Die Bahn des Mondes um die Erde ist ellipsen förmig. Diese Ellipse ist allerdings fast ein Kreis (Verhältnis 1:0.998). Doch weil die Erde nicht im geometrischen Mittelpunkt, sondern fast in einem der Brennpunkte steht, ändert sich die Distanz des Mondes zur Erde während der Umlaufzeit doch immerhin um ca. 11% der mittleren Distanz:

Mit der Distanz ändert sich auch die Gravitationskraft, welche vom Mond ausgeht. Weil sich die Kraft umgekehrt proportional mit dem Quadrat des Abstandes ändert, beträgt hier die Schwankung sogar 22%:

Mit dem Abstand ändert sich auch die scheinbare Grösse wie wir den Mond wahrnehmen. Wenn er uns am nächsten steht, sehen wir den Durchmesser um 11% grösser, als wenn er am weitesten weg ist. Die Fläche wächst um 22%:

Befindet sich der Mond im erdnächsten Punkt, strahlt (reflektiert) er auch 22% mehr Licht aus (vorausgesetzt, es ist nicht gerade Neumond). Ebenso ist seine Anziehende Kraft um 22% grösser, als wenn er im erdfernsten Punkt steht.

 

Definition: Wann genau ist Vollmond?

  zurück

Häufige Fragen:

 

Wann oder was genau ist Vollmond? – eine Frage der Definition

Wann genau Vollmond stattfindet, ist nicht nur eine Frage der exakten astronomischen Berechnung, sondern auch eine Frage der Definition von Vollmond. Was genau ist Vollmond? Man muss also der festlegen, was da genau berechnet werden soll.

Hierbei gibt es heute de facto einen Standard einer oft angewendeten Definition, die auch diesem Mondkalender zu Grunde liegt:

Diese Definition hat einige Vorteile, unter anderem gilt:

Ein Nachteil ist aber, dass sie einen hypothetischen Betrachter in den Erdmittelpunkt (geozentrisch) setzt und nicht einen realen auf die Erdoberfläche (topozentrisch). Die Angaben weichen also immer ein wenig ab von dem, was man wirklich beobachten kann.
Ebenso wird die Mondphase als Winkel bestimmt und nicht etwa als der Anteil der beleuchteten Fläche, wie es dem intuitiven Bild von Vollmond vielleicht eher entsprechen würde.

Dies ist eine Kurzfassung. Vertiefende Erklärungen finden Sie in den Informationen zum Mondteleskop. Mit dem Mondteleskop können Sie auch die Sicht von Ihrem individuellen Standort aus berechnen, da es topozentrische und geozentrische Angaben macht. Folgende Kapitel seien zur Leküre empfohlen:

weitere Kapitel in den Informationen zum Mondteleskop:

 

Wie lange dauert der Vollmond?

Gemäss obiger Definition ist es ein genau bestimmter Punkt mit 0 Sekunden Dauer, oder zumindest einer unendlich kleinen Zeitspanne. Dieser Punkt teilt die Mondphase in eine zunehmende und eine abnehmende Periode. Der Übergang erfolgt dabei schlagartig.

Die Definition bietet keine weiteren Angaben über ein mögliches Übergangsinterval. Und mir sind auch keine allgemein akzeptierten Standards bekannt. Da darf jeder für sich entscheiden.

Bei physikalisch-mathematischen Berechnungen kommt es auf die Genauigkeit der Theorien, Algorithmen und Computer an. Diese sind heute teilweise schon im Millisekunden Bereich.

Bei Beobachtungen kommt es auf die Genauigkeit der Geräte wie Teleskope etc. an.

Und denken wir an die Augenbeobachtung, dann gibt es sicher eine Ungenauigkeit von einem bis mehreren Tagen.

Vom Kalender her ist es naheliegend, einen Mondtag zu definieren, als derjenige Kalendertag innerhalb dessen der Vollmondpunkt liegt (0-24 Uhr). Achtung: In verschiedenen Zeitzonen kann das an einem anderen Datum sein! Maximal gibt es eine Differenz von plus oder minus einem Tag.

Doch die Häufigkeit der Frage verlangt vielleicht nach einer weiteren Antwort resp. einer neuen Frage:

Wofür wollen wir die Phasen des Mondes wissen? Die Antwort darauf kann uns helfen, zu bestimmen, welche Zeitspanne angemessen ist.


Warum finden sich in zwei Mondkalendern manchmal unterschiedliche Zeitangaben?

Dazu gibt es mehrere mögliche Antworten:

 

Hinweis: Eine breit akzeptierte Referenz für die Mondphasen sind die Angaben der NASA. Für einen Vergleich finden Sie die Daten unter folgendem Link (die Zeiten sind in UTC angegeben): http://eclipse.gsfc.nasa.gov/phase/phases2001.html

 

 

Vorstellungshilfe:
Distanzen und Grössen von Erde, Mond und Sonne

  zurück

 

Ganz grob:

Die Erde ist etwa 4 mal grösser als der Mond.
Die Sonne ist etwa 100 mal grösser als die Erde und 400 mal grösser als der Mond.
Die Sonne ist etwa 400 mal weiter weg als der Mond.

Sonne und Mond erscheinen uns etwa gleich gross am Himmel.

 

Zwei Modelle, die man sich gut vorstellen kann:

Modell 1       Reale Werte  
    Durchmesser    
Durchmesser
 
      Abstand    
Abstand
Mond: Tennisball 6 cm   Mond:
3'476 km
      6.6 m  
384'400 km
Erde: Fussball 22 cm   Erde:
12'756 km
      2.6 km  
149'600'000 km
Sonne: Ballon (bemannt) 24 m   Sonne:
1'391'980 km
             

Merke: Der Fussball (22cm) ist für manchen die ganze Welt und auf dem Tennisplatz gleich neben an (<10m) wird mehr der Mondgöttin gehuldigt als gespielt, so rollt der Ball (6cm) am Rande dahin. Und des Unsportlichen grosser Traum: In luftiger Höhe (zwei/drei Kilometer entfernt) schwebt ein Heissluftballon (24m) schwerelos dahin.

 

 

Modell 2   Faktoren (auf Einheiten gerundet) genaue Faktoren
    Durchmesser    
Durchmesser
 
      Abstand    
Abstand
Mond:   1   Mond:
1
      100  
110.574
Erde:   4   Erde:
3.669
      40000  
43033.023
Sonne:   400   Sonne:
400.408
             

Für die Faktoren können verschiedene Längenmasse eingesetzt werden.

Man kann sich die Faktoren aber auch als Bildschirmpixel vorstellen: Dann wäre der Mond nur einen winzigen Pixel gross und die Erde gleich daneben gerademal 4 Pixel. Die Sonne würde dann schon fast den halben Bildschirm füllen. Doch um auch die Entfernung richtig darzustellen, müsste die Auflösung sagenhafte 40'000 Pixel betragen. Da wären schon 10-40 Monitore nebeneinander nötig. Sonne, Erde und Mond können also auf einem Computerbildschirm nicht gleichzeitig massstabgetreu dargestellt werden.

 

 

Mondwirkungen und Mondregeln

  zurück

 

Überlegungen zu den Mondwirkungen

  zurück

Sind Mondregeln schlichter Hokuspokus? Was bewirken Mond und Sonne auf unserer Erde?

Sonne und Mond üben ungeheure Kräfte und verschiedene Wirkungen auf unsere Erdkugel aus.
Die Sonne hält die Planeten auf ihrer Bahn, sonst würden wir wegfliegen. So sind Sonne und Mond massgeblich für die charakteristischen Bewegungen der Erde im All.
Die Sonne bringt uns Wärme und Licht und ist damit unser Energielieferant schlechthin. Sonne und Mond sind aber auch verantwortlich für die Gezeiten und die Winde, also für die grossen Bewegungen auf der Erdoberfläche.
Insgesamt kann man sagen, dass der Einfluss von Sonne und Mond riesig ist. Ohne Sonne gäbe es kein Leben in dieser Form.

Stellt sich nun die Frage, wie die Wirkungen dieser Kräfte in Regeln für unser tägliches Leben formulieren werden können. Hier beginnen die verschiedenartigsten Wissenschaften. So gibt es eine Fülle von Regeln und Formeln, die sich auf die verschiedenartigsten Dinge und Vorgänge beziehen, die aus diversen Bereichen wie Naturwissenschaft, Religion und Gesellschaft stammen. Sie machen Aussagen über Zusammenhänge auf verschiedenen logischen Ebenen. Viele Regeln haben keine Referenzen, was deren Überprüfung anbelangt. Es ist daher nicht so einfach herauszufinden, was nun Hokuspokus ist und was nicht. Und schlussendlich kann und muss das jeder für sich selbst entscheiden. Wissenssysteme sollen als Orientierungsrahmen und nicht als Doktrin verwendet werden.

In der Physik, vielfach gepriesen als die exakteste Wissenschaft aller Zeiten, können mittlerweile tatsächlich viele Kräfte und Parameter erstaunlich genau gemessen werden. Die Formeln aus Mechanik und Astronomie, also Aussagen über die Wirkungen können auch gut auf ihre Richtigkeit geprüft werden. So haben sie mittlerweile eine bemerkenswerte Feinheit erlangt. Und trotzdem bleiben viele Schwierigkeiten, wenn wir nur z.B. an die Wettervorhersage denken.
Systeme mit vielen beweglichen Elementen verhalten sich oft chaotisch. Das bedeutet, dass Formeln zur Vorhersage nur noch eine Wahrscheinlichkeit angeben können, mit der ein Ereignis eintreten kann. Ebenso lässt sich die Ursache einer Wirkung nicht mehr beliebig genau bestimmen.

Die gleichen Kräfte haben nicht immer die gleichen Wirkungen.
Auch hierzu ein physikalisches Beispiel. Obwohl die Sonne viel weiter weg ist als der Mond, ist die Gravitationskraft zwischen Erde und Sonne 175 mal grösser als zwischen Erde und Mond (siehe hierzu das Beispiel im Kapitel Gravitationskraft des Mondes und der Sonne). Die Sonne ist eben auch viel gösser und schwerer als der Mond (siehe auch Abschitt Vorstellungshilfe zu den Dimensionen). Betrachten wir also die Kraft auf einen festen Körper, ist der Einfluss der Sonne sehr viel grösser als derjenige des Mondes. Und wir müssen dem Mond eine marginale Bedeutung konstatieren.
Allerdings hat man durch langes Studium von Ebbe und Flut ein anderes Bild erhalten. Befund: Der Mond hat einen 2.2 mal grösseren Einfluss auf die Gezeiten als die Sonne. Bewegliche Elemente wie Wasser oder Luft verhalten sich anders als feste Körper. Ausserdem sind Wasser und Luft auf einer hauchdünnen Schicht auf der Erdoberfläche verteilt, verglichen mit der Grösse des Erdballes (siehe auch Abschnitt Vorstellungshilfe zu den Dimensionen). Und hierbei spielt der Abstand der Quelle der Gravitationskraft eine ganz andere Rolle als bei der Kraft auf einen kompakten Körper. Weil der Mond verhältnissmässig sehr nahe bei der Erde ist, kann er eine mehr als doppelt so grosse Wirkung bei 175 mal kleinerer Gravitationskraft erbringen als die Sonne.
Vielerorts können heutzutage die Gezeiten relativ genau vorhergesagt werden. Aber es gibt noch viele physikalisch ungeklärte Phänomene, die man an Ebbe und Flut beobachten kann. Ausserdem gibt es mehrere unterschiedliche Theorien. Einen kurzen Überlick über die Geschichte und Philosophie, sowie einen Einblick in die heutigen Diskussionen bietet wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Gezeiten. Für mathematisch physikalische Berechnungen der Kräfte: http://de.wikipedia.org/wiki/Gezeitenkraft.

So hat also auch die "präziseste" Wissenschaft noch immer genügend offene Fragen und kann vieles nicht erklären. Dieses physikalische Beispiel von Ebbe und Flut zeigt sehr schön, dass gerade bei Flüssigkeiten andere Gesetzmässigkeiten gelten als in der einfachen Mechanik.
Und da Lebewesen zu einem überwiegenden Teil aus flüssigen Stoffen bestehen, kann man ableiten, dass auch da der Mond einen Einfluss ausübt. Gerade bei Pflanzen, die sich nicht stark bewegen und damit den Kräften immer in gleicher Weise ausgesetzt sind, dürfte eine Wirkung des Mondes vorhanden sein. Und tatsächlich ist in vielen überlieferten Volksweisheiten von einer Wirkung des Mondes auf die Säfte von Pflanzen die Rede. Und dabei ist häufig die Mondbahn und nicht die Mondphase bestimmend. Je höher die Mondbahn desto vertikaler wirken eben die Kräfte (vgl. Kap. In welche Richtung wirken die Kräfte?).

Da die Kräfte auch aus der Sicht der modernen Physik sehr komplex sind, sind es deren Wirkungen erst recht. So gibt es noch viele Geheimnisse und wird es auch immer welche geben.

Der Mondkalender von cybervisuals.ch soll dazu helfen Regeln anzuwenden, zu überprüfen und zu entdecken. Er zeigt deshalb drei wichtige astronomische Daten an und kann als Grundlage verschiedenster Theorien und Modelle dienen. Er enthält Informationen nicht nur zur Mondphase sondern auch zur Mondbahn und sogar zum Abstand. Damit kann zusätzlich zum zu- und abnehmenden Mond auch der auf- und absteigende Mond (obsigend/nidsigend) berücksichtigt werden. Besonders interessant ist auch die Angabe des Abstandes zwischen Erde und Mond, da hier Effekte nachgewiesen werden konnten. Es sei deshalb sehr empfohlen auch einmal diesen Zyklus in die Beobachtungen aufzunehmen. Die Angabe im Mondkalender ist auch deshalb wichtig, weil man den Abstand nicht von blossem Auge beobachten kann und deshalb auf einen astronomischen Kalender angewiesen ist.

 

Studien zu Mondwirkungen

  zurück

Lange Zeit gab es nur wenige (schul-) wissenschaftliche Studien und Artikel den Mondwirkungen. Das Thema war tabuisiert, belächelt und bisweilen auch bekämpft. So wundert es nicht, dass praktisch alle trotzdem durchgeführten Untersuchungen keine Mondwirkung auswiesen.
Das liegt natürlich auch an den verwendeten Theorien und Methoden. Schulwissenschaft, Astronomie, Astrologie, überlieferte Erkenntnisse im Volksmund, das alles schienen unvereinbare Welten! Doch gibt es nun ein wenig Licht am Sternenhimmel?

"Mondfühlige Bäume"

Gemäss dem Artikel "Mondfühlige Bäume" im Tagesanzeiger, Zürich vom 25.02.2010, bringen neue Ansätze eben auch neue Erkenntnisse. Der interessante Artikel beschreibt die Erkenntnise verschiedener Studien. Lesen Sie den Beitrag unter: Links zu Studien und Artikel.

Besonders erwähnenswert scheint mir an der neuen Studie von Ernst Zürcher (Dozent an der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau in Biel und Lehrbeauftragter an der ETH Lausanne), dass er verschiedene theoretische Ansätze prüfte und methodisch die Wirkungen zyklisch, als freie Periode betrachtete. So wurde der Einfluss der Mondphase und auch der Bahnhöhe (obsigend/nidsigend) untersucht.

Ich habe ebenfalls an verschiedenen Stellen darauf hingewiesen, dass es wichtig ist, die verschiedenen Mondwirkungen als periodische Schwingungen mit Wechselwirkungen zu betrachten. Dabei kann es auch zu Phasenverschiebungen kommen.

So konnte Ernst Zürcher zeigen, dass an verschiedenen Tagen im Mondzyklus geschlagenes Holz, andere mechanischen Eigenschaften hat. Und in einen Punkt hat die Wirkung ihren Höhepunkt in den 3 Tagen vor Vollmond, sowie in den ersten Tagen danach. Eine andere Studie an Bohnen zeigte die grösste Wirkung mit einer Phasenverschiebung von 3.5 Tagen vor Vollmond, sowie einem zweiten Höhepunkt am Vollmondtag.

 

Gartenakademie: "Ungewöhnliche Tipps oder Hokuspokus?"

Ein früherer Artikel der Gartenakademie Rheinland Pfalz von 2005 beschreibt die Wirkungen auf Pflanzen aus gärtnerischer Sicht. Noch etwas pessimistisch wird konstatiert:

"Ein Einfluss des Mondes auf das Wachstum ist bisher nur für seine Erdnähe oder Erdferne nachgewiesen: Es reagiert aber jede Pflanzenart völlig individuell und lässt sich keiner Gruppe zuordnen." Thomas Schuster, Pflanzenschutzdienst Ingolstadt. Den Beitrag finden Sie hier: Links zu Studien und Artikel.

Thomas Schuster beschreibt in diesem Artikel die Resultate seiner bemerkenswerten Versuche, die er teils selbst durchgeführt hat oder mit bestehenden Daten berechnete. Er geht dabei in verdankenswerter Weise auch sehr ungewöhnlichen Regeln nach und kann die eine oder andere bestätigen oder auch widerlegen. Im Kapitel über Mondregeln erwähnt er viele Falsifizierungen von Aussagen astrologischer Modelle. Und er betont auch zu Recht, dass es verschiedene Modellvorstellungen gibt, welche unterschiedliche astronomische Zyklen und Raumeinteilungen verwenden. Darüber herrscht selbst unter Astrologen nicht immer Einigkeit und Klarheit. Deshalb muss man bei der Anwendung astrologischer Aussagen sehr genau in der Auswahl des jeweiligen Mondkalenders sein.

Fliessen physikalisch-astronomische Daten direkt in die Untersuchung ein, konnte bisher anscheinend nur ein Zusammenhang nachgewiesen werden. Er betrifft die Veränderung der Distanz des Mondes nicht aber die Mondphase oder die Mondbahn. Ich würde sagen, bei den vielen erwähnten Falsifizierungen immerhin mal eine Bestätigung. Dies auf der einen Seite, auf der anderen müssen wir auch mal die Gültigkeit einer Widerlegung betrachten. Denn wenn sich zeigt, dass eine Wirkung sehr abhängig ist, z.B. wie erwähnt von der Pflanzenart oder auch vom Untersuchungsstandort, dann erstreckt sich die Gültigkeit einer Wiederlegung nur auf die untersuchten Arten und eventuell sogar auch nur auf den Untersuchungsstandort. Deshalb muss mit Widerlegungen und auch mit Bestätigungen entsprechend vorsichtig umgegangen werden. Generalisierungen sind selten zulässig. Und gerade Wasser, Wind und Pflanzenwuchs zeigen viel ortstypisches Verhalten.

"Wer heilt hat Recht!" So beendet Thomas Schuster seinen Artikel mit einem Vergleich zu einem alten Spruch aus der Medizin. In diesem Sinn soll auch hier jedes einzelne Individuum dazu ermuntert werden, viel zu beobachten und seine eigenen Regeln aufzustellen und zu überprüfen.

 

Links zu Studien und Artikel

  zurück

Mondfühlige Bäume. Artikel im Tagesanzeiger. 25.02.2010
    Artikel als PDF laden
    Link zum Artikel auf: tagesanzeiger.ch

Ungewöhnliche Tipps oder Hokuspokus? Artikel der Gartenakademie Rheinland Pfalz. 28.06.2005
    Artikel als PDF laden
    Link zum zum Artikel auf: gartenakademie.de

 

Links zu Mondregeln ("Bauernregeln")

  zurück

Eine sehr schöne Sammlung von Mondregeln ist auf www.sagen.at zusammengestellt. Sie enthält dutzende von Mondregeln zu den Themen: Wetter, Pflanzen- und Tierwelt, Haus und Hof.
(Tipp: Dort im Eingabefeld das Stichwort 'mond' eingeben und auf 'suchen' klicken. Dann 'Mondregeln' auswählen)

Eine Vielzahl von Mondregeln kann auf www.mondkalender-online.de abgefragt werden. Dort erhalten Sie Tipps zu bemerkenswert vielen verschiedenen Themen für einen beliebigen Tag.

 

 

Physikalische Überlegungen und Berechnungen

  zurück

 

 

Gravitationskraft des Mondes und der Sonne

  zurück

 

Anziehende Kräfte (Gravitation) treten immer dann auf, wenn sich zwei Körper (Massen) begegnen. Es gilt: Je grösser die beiden Massen, desto grösser die Kraft. Und: je näher sich die Massen sind, desto grösser die Kraft. Die Kraft wirkt in der Weise, als sie versucht die beiden Körper einander näher zu bringen. Je näher die Körper umso sehr viel stärker die Kraft.


1. In welche Richtung wirken die Kräfte?

a) Mondphase (Richtung der Krafte von Sonne und Mond im Vergleich zu einander)


b) Mondstand/Sonnenstand (Richtung der Kräfte in vertikaler oder horizontaler Ebene)


c) Entfernung (Grösse der Kraft)


Man beachte, dass die Richtung der Kräfte gleichzeitig durch die Mondphase (a) und den Mondstand/Sonnenstand (b) gebildet wird.

Drei Zyklen sind dabei wesentlich:

Man beachte ebenso: Die Richtung der Kräfte ändert sich zusätzlich auch periodisch während eines Tages (Erdrotation).



2. Licht und Wärme

Nicht zu vergessen sind auch die Wärme und das Licht, welche Sonne und Mond der Erde spenden. Auch diese ändern periodisch mit Richtung und Distanz.

a) Mondphase


b) Mondstand/Sonnenstand (Höhe über Horizont)


c) Entfernung

 

3. Beispiel: Wie gross sind die Gravitations-Kräfte von Sonne und Mond auf uns Menschen?

Die Anziehungskraft auf einen 80kg schweren Menschen auf der Erdoberfläche beträgt:

  Kraft (Newton) entspricht auf der Erde einer Masse von:
Mond 0.002656 N 0.271 Gramm
Sonne 0.474 N 48.4 Gramm
Erde 784.5 N 80.0 Kilogram

 

 

4. Anhang: Grundlagen der Modelle:

Gravitationskraft (F):
F = G*(m1*m2)/(r*r) Masseinheit (N)Gravitationskonstante (G):
G = 6.67331E-11 Masseinheit: N*(m*m)/(kg*kg)
Sonne:
Masse: m = 1.989E30 kg
Erde:
Masse: m = 5.976E24 kg
Mond:
Masse: m = 7.35E22 kg
Distanzen:
Erde-Sonne: r = 1.496E11 m (mittlere Distanz in Meter)
Erde-Mond: r = 3.844E8 m (mittlere Distanz in Meter)

BERECHNUNGEN der Modelle:
Kraft Sonne-Mensch (80kg)
F = 6.67331E-11*1.989E30*80/(1.496E11*1.496E11) = 0.47446 (N) (entspricht 48.382 Gramm)
Kraft Mond-Mensch (80kg)
F = 6.67331E-11*7.35E22*80/(3.844E8*3.844E8) = 0.002656 (N) (entspricht etwa 0.2708 Gramm)
Kraft Erde-Mensch (80kg)
F = 6.67331E-11*5.976E24*80/(6.37E6*6.37E6) = 786.3 (N) (entspricht eben etwa 80 kg)Kraft Sonne-Erde
F = 6.67331E-11*1.989E30*5.976E24/(1.496E11*1.496E11) = 3.54e+22 (N)
Kraft Mond-Erde
F = 6.67331E-11*7.35E22*5.976E24/(3.844E8*3.844E8) = 1.98e+20 (N)
Auf der Erde ist die Anziehungskraft der Sonne 179 mal grösser als diejenige des Mondes.
Auf der Erde ist die Anziehungskraft der Erde 1657 mal grösser als diejenige der Sonne (0.06%).
Auf der Erde ist die Anziehungskraft der Erde 296'081 mal grösser als diejenige des Mondes.

 

 

 

Externe Links

  zurück

 

Astronomie

Viel Wissenswertes rund um den Mond bei wikipedia:
de.wikipedia.org/wiki/Mond  Allgemeines zum Mond
de.wikipedia.org/wiki/Nidsigend  speziell zum Thema Mondbahn (obsigend/nidsigend)
de.wikipedia.org/wiki/UTC  zum Thema Zeit und UTC

calsky.com   Online Berechnung (fast) aller astronomischer Daten des Sonnensystems.
nasa.gov   Mondphasen Daten der NASA.

Mondregeln

sagen.at  Sagen und Mondregeln
(Tipp zum Auffinden: Dort auf der Webseite im Eingabefeld das Stichwort 'mond' eingeben und auf 'suchen' klicken. Dann 'Mondregeln' auswählen und man erhält dutzende von Mondregeln zu den Themen: Wetter, Pflanzen- und Tierwelt, Haus und Hof.)

www.mondkalender-online.de Hier kann eine Vielzahl von Mondregeln abgefragt werden und Sie erhalten Tipps zu vielen verschiedenen Themen für einen beliebigen Tag.
 

Kalender auf Papier

mondphasenkalender.ch  Die edle, gedruckte Version seit 20 Jahren. Silbersiebdruck auf Chromoluxpapier:

    

Bestellen beim Nachtschatten Verlag


Allgemeines zum Mondkalender

  zurück

 

 

Idee, Geschichte, Versionen

  zurück

 

Aus früheren Zeiten kannte ich noch die Begriffe "obsigend" und "nidsigend" (Es scheinen Begriffe zu sein, die im Schweizerdeutschen gebraucht werden. Auf Hochdeutsch würde man eher aufsteigend/absteigend sagen.). In alten Kalendern waren neben der Mondphase auch diese Begriffe verzeichnet. Auch in vielen Mondregeln ist davon die Rede (siehe auch Sagen und Mondregeln unter Links). Ich ging der Sache nach, und das Resultat ist nun dieser Mondkalender.

 

Programm-Versionen:

Version 1
31. Dezember 2005
Erste Version als Mini-Kalender

Version 2
22. Juni 2008
Grundlegend überarbeitete Benutzeroberfläche.
Einführung des Forums.

Version 2.7
17. März 2009
Möglichkeit, die Daten in UTC oder Lokalzeit anzuzeigen.
Erweiterter Datenbereich: 1998–2020

Version 3.0
8. März 2011
Berechnung von Auf-/Untergangszeiten sowie die Position am Himmel für Mond, Sonne und alle Planeten an beliebigen Beobachtungsorten. Tagesverlaufsgrafik. Tierkreiszeichen.

Version 3.2
18. März 2012
Neue Darstellung 'Übersicht Planeten' (zurzeit noch ohne Beschreibung auf dieser Infoseite).
Neu gibt es die Möglichkeit den interaktiven Mondkalender auf Ihrer Website einzubinden (Info's und Anleitung hier).

 

 

Zweck und Zielpublikum

  zurück

 

Für diejenigen, die am Mond interessiert sind.
Für diejenigen, die den Mond beobachten wollen.
Für diejenigen, die nach dem Mond leben oder pflanzen wollen.

Der Mondkalender soll helfen, die Begriffe obsigend und nidsigend zu erklären und zeigt konkrete Daten für deren Nutzung an.

Nahezu alle heutigen Mondkalender geben als astronomische Grösse nur über die Mondphase Auskunft, während vermehrt astrologische Angaben Einzug finden. Das obsigend und nidsigend der Mondbahn ist fast in Vergessenheit geraten. Noch vor hundert Jahren war es in der Landwirtschaft üblich nicht nur nach dem Jahreszeiten Zyklus der Sonne sondern auch nach den Zyklen des Mondes zu säen und ernten. Dies belegen viele noch erhaltene sogenannte Bauernregeln (siehe auch Sagen und Mondregeln unter Links). Neben sozialen und religiösen Aktivitäten wurden z.B. auch das Haareschneiden vielerorts nach dem Mondverlauf vorgenommen. Und dabei spielte der obsigende und nidsigende Mond eine ebenso wichtige Rolle wie Voll- und Neumond. Der vorliegende Mondkalender soll einerseits dazu beitragen diese Grössen nicht zu vergessen und andererseits denjenigen die nötigen Daten zur Verfügung stellen, welche daran interessiert sind.
Obsigend und nidsigend sind wesentlich schwieriger und ungenauer zu beobachten als die Mondphase, die auch mit einem kurzen Blick sofort erfassbar ist. Um die Veränderung der Mondbahn zu erfassen, braucht es längerfristige Beobachtungen. Für eine genaue Planung mit Einbezug von obsigend/nidsigend ist ein Kalender entsprechend notwendig und hilfreich.

Der Mondkalender kann helfen, Regeln im Zusammenhang mit dem Mond zu entdecken oder zu überprüfen.

 

 

 

Exclaimer / Impressum

  zurück

 

Exclaimer

Die Angaben im Mondkalender  und den begleitenden Erklärungen werden nach bestem Wissen und sorgfältiger Prüfung gemacht. Trotzdem kann keine Garantie übernommen werden. Eine Haftung des Autors ist ausgeschlossen.
Insbesondere seien erwähnt, durch zuviel Nachdenken entstandene Kopfschmerzen und durch unendliche Vorstellungsversuche des Weltalls verursachte Verwirrtheitszustände und periodischer Taumel.

Impressum:

Andi Bösch, Switzerland

cybervisuals.ch

28-MAR-2012

  zurück